Ich atme ein und halte fest,
Den Atem tief in mir verwahrt
Ich bleibe so, lasse nicht los
Bis man mich aufgebahrt
Kategorie: Wort
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Ich trage gern manch schöne Dinge
Was ich nicht mag das sind Ringe
Ich schwimme gern mit Ringen
Werfe sie in die Luft
Mag schmalzfrittierte Kringel
Besonders deren Duft
Der Ring am Finger wiederum
droht mir, ich müsst mich binden
Womöglich auch noch lebenslang
Ich schaudere beim Gedanken
Ein jedes mal daran
Der Ring am Finger dient für mich
Gedankenlos zum Spiel
Wenngleich er anderen erscheint
Als großes Lebensziel
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Du trägst kein Kleid, das Kleid trägt dich
Der Stoff so weich, so anschmieglich
du schwebst und gleitest federleicht
wer dir im Weg zur Seite weicht
Die Lippen queren nie ein Wort
Modell zu sein, ein schöner Sport
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Ungeniert formuliert
Auf die Antwort
masturbiert
Widerlich Jugendlich
Ach ich glaub das alles
nicht
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Ich sitz an einer Gabriele, geerbt von Erika
Ich haue munter in die Tasten, es klingt so wunderbar
Ein jedes Zeichen wird geschlagen mit Tinte aufs Papier
Fehler sind mir nicht gestattet, es steht sofort vor mir
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Irgendwo in weiter Ferne
brennt die Kerze lichterloh
Dort am Fenster säß ich gerne
wäre ob der Wärme froh
Irgendwo ein Pyromane
sieht derweil den Flammen zu
Holz wird Kohle, Übernahme
nach dem Feuer endlich ruh
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Ich denke - manchmal sogar an dich
Was ich dann sogleich bereue
und mich an schönerem erfreue
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Chili Oil Noodles
Lang gezogen liegst du vor mir
Heißes Öl, alles ist scharf
ich will dich, will alles von dir
ob ich dich nun essen darf?
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Kann dich holen, wenn du möchtest
Sprach Gevatter Tod ganz still
sitze nun und grüble innigst
wann geholt ich werden will
Heute schlecht, Kalender voll
dann Geburtstag, Feiertage
da zu sterben auch nicht toll
– ausgerechnet heut die Frage
Passt gerade nicht gut rein
Urlaub ist auch schon in Sicht
muss ich wirklich jetzt entscheiden?
Heute, hier in dem Gedicht?
Also hör mal, Herr Gevatter,
Leben strengt schon manchmal an
doch ich sehe überwiegend
gute Seiten noch daran
Wenn’s dir passt dann komm doch wieder
sagen wir in siebzig Jahren?
Bis dahin lebe ich weiter
dann sehen wir, wie wir verfahren
Immer glücklich?
Brauche ich gar nicht
ist das denn im Tode so?
Fehlt es mir an Glück im Leben
wohne ich eben anderswo
Doch das Leben, dieses meine
danach fragst du ja konkret
funktioniert wie unsere Erde
die sich immer weiter dreht
Jahreszeiten, Stimmungsschwankungen
mal ganz heiß und manchmal kalt
Naturelle Katastrophen
hoffentlich erst wenn ich alt
Ja das Alter, ist schon richtig
Weiß nicht, wie’s dann um mich steht
ist mir heute auch nicht wichtig
weil es mir gerade prächtig geht
Du brauchst Kunden - ich verstehe - Marktwirtschaft auch dein Problem
aber musst du ausgerechnet
dann bei mir zu Hause stehen?
Vorschlag, denn ich muss jetzt weiter,
lass mal deine Nummer hier
wenns im Alter nicht mehr heiter
dann finde ich schon selbst zu dir
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ducke mich unter die Decke
was ich damit wohl bezwecke?
ziehe mich raus aus der Welt
die über mir zusammenfällt
halte mir die Ohren zu
komme langsam so zur ruh
bleib in meinem Zelt allein
nirgends kann es schönes sein